Die Daimler Bigband in der Presse

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Die lange Nacht der Jazz-Giganten

16. März 2014 - Schwäbische.de
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Die Profis unter den Amateuren

13. März 2013 - Heilbronner Stimme

Foto: Matthias Slunitschek

Für Klaus Graf ist das Konzert ein Heimspiel. Er wuchs in Lauffen auf, ging dort zur Schule und machte im städtischen Musikverein auch seine ersten musikalischen Gehversuche. Inzwischen ist er Professor für Jazzsaxofon an der Musikhochschule Nürnberg/Augsburg und vielgefragter Instrumentalist. Von seiner Qualität als Musiker und Bandleader können sich 600 Besucher in der restlos ausverkauften Stadthalle überzeugen.

Mit seiner Daimler Bigband gestaltet er ein Benefizkonzert für den Rotary Club Abstatt-Lauffen zugunsten der Kaywaldschule und des Kinderhilfeprojekts Shining Eyes, das mit allen Wassern des Swing gewaschen ist. Zugleich eine gelungene Hommage an den Säulenheiligen und King of Swing Benny Goodman.

Ein Konzert, in dem nicht geschnippt wird, ist kein Swing-Konzert. Und so beginnt auch die Daimler Bigband: „One, two, one, two, three, four!“ Mit den ersten Takten des “Opus one” von Sy Oliver aus dem Jahre 1943 ist klar, dass diese 18 Angestellten des Daimler-Konzerns Musiker, wenn nicht von Beruf, so doch von Berufung sind.

Soloeinlagen Die Instrumentengruppen harmonieren in- und untereinander, Unisono-Partien und die vielen beklatschten Solo-Einlagen gelingen gleichermaßen. Vom Repertoire der SWR-Bigband sind die Arrangements entlehnt, so auch „Moonglow“ in der Version des legendären Klarinettisten Hugo Strasser. Graf lebst tauscht sein Saxofon für dieses Programm gegen die Klarinette ein und spielt einen unangestrengten, facettenreichen Ton.

Als vor rund 13 Jahren die Daimler Bigband gegründet werden sollte, meldeten sich allein 60 Sänger. Karin Fitzel ist diejenige, die der natürlich von Bläsern dominierten Band eine Stimme geben darf. In Liedern wie „Allright okay you win“, „Big Spender“ oder „Fly me to the moon“ zeigt sie eine Menge Gelassenheit und verleiht den Stücken einen markanten Charakter.

Siegeszug des Jazz „Wir haben einen Auftakt nach Maß gebracht“, sagt Klaus Graf über das Eröffnungsstück des zweiten Konzertteils. Hier erklingt nämlich mit „Don’t be that way“ diejenige Nummer, die den unaufhaltsamen Siegeszug des Jazz als ernstzunehmendes Musikgenre besiegeln sollte. Vor fast genau 75 Jahren spielte es Benny Goodman zu Anfang seines legendären Konzerts in der berühmten Carnegie Hall in New York, die sonst vor allem Konzerte der klassischen Musik beherbergte.

Da „Sing sing sing“ mit seinem fulminanten Schlagzeugsolo Benny Goodmans Konzert beschloss, darf Uwe Mattes für das sowieso schon begeisterte Lauffener Publikum noch einmal in die Vollen greifen.
Siehe auch Online-Portal der Heilbronner Stimme unter www.stimme.de

Jeder Musiker ist ein Solist

9. Februar 2012 - Bietigheimer Zeitung

Von Rudolf Wesner

Gout Bigband hatte die Stuttgarter Daimler Bigband im Kleinkunstkeller zu Gast

Freunde eines satten Big-Band-Sounds kamen am Dienstagabend im Kleinkunstkeller in den Genuss von erwärmenden Klängen, ausgebreitet zunächst von der Daimler Bigband und anschließend auch von der gastgebenden Gout Bigband.

Bietigheim-Bissingen. Alexander Wolpert, der Leiter und Gründer der Gout Bigband aus Bietigheim-Bissingen, hatte vor einiger Zeit die Idee, Freizeit-Bigbands aus der näheren oder weiteren Umgebung die Gelegenheit zu geben, sich im Kleinkunstkeller einem durchaus fachkundigen Publikum vorzustellen.

Die Daimler Bigband unter der Leitung ihres Gründers Klaus Graf ließ am Dienstagabend besonders aufhorchen, denn 200 Könner auf ihren Instrumenten, die tagsüber damit beschäftigt sind, das hierzulande besonders begehrte und beliebte "Heiligsblechle" mit dem Stern herzustellen, produzierten sich als heißblütige und absolut versierte Musiker. Sie boten Bigband-Jazz, der vom ersten Takt an ins Blut der sehr zahlreichen Zuhörer ging. Unter der anfeuernden Leitung von Klaus Graf, einem wahren Temperamentsbündel, entwickelte die Daimler Bigband in allen Registern mitreißenden Sound. Mit Bravour und exzellenter Musikalität wurden anspruchsvolle Arrangements traditioneller oder auch neuerer Titel gespielt. Ein herausragendes Beispiel dafür war "Nuès d'orage" (Gewitterwolke) eines belgischen Jazzkomponisten und -arrangeurs, das die Daimler Bigband am Dienstag zum ersten Mal öffentlich aufführte, wie Klaus Graf ankündigte.

Das war in der Tat ein fulminantes Klanggewitter, das von allen Mitwirkenden höchste Spieltechnik und absolute Sicherheit im Umgang mit ständig wechselnder Rhythmik verlangte. Es zeigte sich überhaupt während des gut einstündigen Programms dieser Band, dass fast jedes Mitglied ein Solist ist. Besonders fielen dabei Carsten Pöschke (Alt-Saxofon), Roger Marzolf (Posaune), Uwe Baumann (Trompete), Peter Junginger (Gitarre) und Gerhard Nolte (Piano) auf.

Auch zwei Gesangssolisten präsentierte die Daimler Bigband. Die Sängerin Karin Fitzel, bis 1999 selbst noch Mitarbeiterin des Konzerns, bewies zum Beispiel mit dem Welthit "Allright, okay, you win", dass sie Swing im Blut hat und dass sie mit ihrer hellen metallischen Stimme, in der auch ein feines Timbre mitschwingt, die Zuhörer begeistern kann. Und auch Michael Wolf, er ließ einen warmen Bariton hören, konnte etwa mit "I've got you under my Skin" begeistern. Beide Solisten zusammenrissen mit "Hit the Road Jack", einstens von Ray Charles kreiert, die Zuhörer von den Stühlen, ähnlich wie die nach lautem Beifall gespielte Zugabe durch die Daimler-Band.

An so viel profundem Bigband-Sound nahtlos anzuschließen, das gelang der Gout Bigband mühelos, obschon sie, wie Bandleader Alexander Wolpert einräumte, am Dienstagabend "im Blindflug" starten musste, denn wegen des Ausfalls des Stimmführers im Saxofon-Set musste er selbst diesen Platz einnehmen. Doch weil die Band nur Routiniers mit reichhaltiger Banderfahrung sitzen, musizierten sie auch ohne ihren Leiter gewohnt perfekt und brillant. Von einem bewährten Oldie wie dem Cole-Porter-Titel "Love for sale" bis zu Jazztiteln aus unseren Tagen, wie etwa das höchst anspruchsvolle "High Maintenance" von Gordon Goodwin, spannte sich der Bogen und endete erst nach zwei Zugaben. Als Solisten brillierten wieder Fabian Raudies (Altsaxofon), Alexander Springer und Markus Kolczyk, Christof Schaff (Trompeten), Frank Mangold (Tenorsaxofon), Matthias Hiller, Volker Schlag (Posaunen), Heinz Morandell (Schlagzeug) und selbstverständlich der Chef Alexander Wolpert am Alt-Saxofon.

Besondere Aufmerksamkeit zog erneut der Benjamin der Band, der erst 18 Jahre alte Pianist Lukas Großmann, auf sich. Er ist jetzt schon ein fabelhafter Jazzmusiker.

Lustvoller Streifzug durch die Geschichte des Jazz

01. Oktober 2008 - www.stimme.de

Von Rudolf Wesner
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"Irgendwo auf der Welt gibt es Hoffnung"

28. Juni 2005 - Cannstatter Zeitung

Untertürkheim: DaimlerChrysler Chor & Bigband geben Benefizkonzert zu Gunsten von Star Care
Die Swing- und Bigband-Ära feierte am Sonntagabend in der Sängerhalle eine grandiose Wiedergeburt. Der Mercedes-Benz Chor und die DaimlerChrysler Bigband luden zu einem gemeinsamen Benefizkonzert zugunsten der Hilfsorganisation Star Care und trotz Freibadwetter füllten etwa 300 Konzertbesucher Untertürkheims Kultur- und Kongresszentrum bis auf den letzten Sitzplatz. Die Sängerinnen in roten und die Männer in blauen T-Shirts sommerlich frisch gekleidet, eröffnete der Chor das Konzert mit einem flotten Tango: Franz Grothes "Auf den Flügeln bunter Träume" und anschließend "Irgendwo auf der Welt" aus dem Film "Der blonde Traum" stimmte die Zuhörer im bestens klimatisierten Saal auf den bes(ch)wingten Abend ein. Nicht nur der Rhythmus des Dreißiger-Jahre-Schlagers sondern auch der Text von dem kleinen bisschen Hoffnung, den es irgendwo auf der Welt gibt, passten ideal zum Zweck des Konzertabends: Den Erlös des Abends spendeten Chor und Bigband der Hilfsorganisation Star Care. Volker Stauch, der Leiter des Untertürkheimer Motorenwerks und Mitbegründer des gemeinnützigen Vereins, brachte den Zuhörern die Mitarbeiter-Initiative nahe. "Geboren wurde die Idee während einer Weihnachtsfeier im Jahr 1995. Statt Geschenke zu empfangen, wollten wir kranken und Not leidenden Kindern helfen." Aus der einmaligen Weihnachtsaktion ist mittlerweile ein gemeinnütziger Verein geworden, der mit außergewöhnlichen Aktionen Spenden sammelt, um soziale Projekte für Kinder zu unterstützen. Star Care griff der Olgäle-Stiftung, dem Schlupfwinkel aber auch Einzelprojekten unter die Arme und organisierte einen fantastischen Wilhelma-Tag für behinderte und nicht behinderte Kinder. Doch auch Spender - so das Vereinsziel - sollen nicht nur Geld geben, sondern Sternstunden erleben.


Mit Swing-Klassikern, fetzigen Bigband- und Popsongs begeisterten der DaimlerChrysler Chor und die Bigband die Besucher des Benefizkonzerts.


Zuhörerherzen schlugen auch nach der Pause höher. Mit dem Duke Ellington- Titel "Take the A-Train" und von Fitzel grandios gesungenem "Route 66" riss die Bigband die Zuhörer zu Beifalls- und Mitklatsch-Stürmen hin, und der DaimlerChrysler Chor ließ bei Popoldies wie "Sailing", "Bridge over troubled water", Abba-Hits sowie "We are the world" - die Live Aid-Hymne - kaum eine Verschnaufpause zu. Entsprechend wild und famos beendeten Chor und Bigband mit "The lion sleeps tonight" das mitreißende Konzert, durch das der Sprechkünstler Peter Gorges führte.

Big-Band-Klassiker zum Abschluss der Meisterkonzerte

9. November 2004 - Leonberger Kreiszeitung

WEIL DER STADT - Den Abschluss der diesjährigen Meisterkonzerte gestaltete die 1999 auf Initiative von Klaus Graf gegründete Daimler Big-Band in der Aula des Bildungszentrums am Sonntagabend.

Von Alexander Walther

Der Stuttgarter Jazzsaxofonist Klaus Graf hatte sein Ensemble fest im Griff. Bei "Shiny Stockings" und weiteren Nummern wie "Fun time" oder der Ballade "Little Darlin" von Count Basie zeigten die Musiker Temperament. Klaus Graf gelang es dabei, seine ganze Energie auf die Band zu übertragen. Elektrisierende Funken blitzten aus den einzelnen Rhythmusgruppen hervor, Gerhard Schenck schuf am Piano zwischen den weit auseinander gezogenen einzelnen Noten starke Spannungen und dynamische Kontraste. Die Boogie-Woogie-Bewegung nahm hier rasante Ausmaße an. Melodiöse und gesangvolle Improvisationen begleiteten den fetzig-spritzigen Song "Ich will mehr". Peter Herbolzheimers "The Healer" beschwor unaufhörliche musikalische Linien. Bei Henry Mancinis "Pink Panther" brillierte der Saxofonist Andreas Mürdter mit einem reich verzierten und harmonisch eingängigen Solo. Salsa- und Sambaklänge brachen sich in mitreißender Weise bei "Masquenada" Bahn.

Der Leadsänger Michael Wolf ist der Daimler Big-Band seit 2001 verbunden. Er war bei Songs von Frank Sinatra ganz in seinem Element. "I'm just a Gigolo" schuf eine knisternde Atmosphäre, die orchestralen Arrangements waren hervorragend. Dies galt auch für weitere Titel wie "I've Got You Under My Skin" und natürlich "The Lady Is A Tramp", wo noch ein Schuss Rhythm & Blues hinzukam. Billy Joels "Just The Way You Are" gefiel ebenfalls auf Grund der gesanglichen Eigenständigkeit von Michael Wolf, der die Originalinterpreten nie imitierte.

An Benny Goodmans legendäres Konzert in der New Yorker Carnegie Hall im Jahre 1936 erinnerte die berühmte Nummer "Sing, sing, sing", wo Klaus Graf sein Ensemble nochmals zu Höchstleistungen anspornte. Der "King of Swing" meldete sich mit immer atemloseren und temperamentvollen Einwürfen zu Wort. Die Goodman Big Band machte eine ausgesprochen kultivierte, von Intonations- und Präzisionsfehlern gereinigte Henderson-Musik, die das Symbol der Swing-Ära wurde. Diese Tatsache wurde bei der ausgezeichneten Wiedergabe durch die Daimler Big-Band deutlich. Hier zeigte sich auch Klaus Grafs besonderes Gespür für solistische Einzelleistungen. Die Posaunen-Gruppe überzeugte durch effektvolle, glissandoartige Kadenzen und Phrasen, die die melodiösen Kantilenen der Saxofongruppe ergänzten. Michael Wolf gewann die Gunst des Publikums bei Nat King Coles "Route 66". Alle Musiker entlockten ihren Instrumenten wahrhaft flirrende Perfektion.

Außer Klaus Graf sind alle Mitwirkenden Mitarbeiter der Firma Daimler. Zwischen Bandleader und Orchester herrschte eine äußert lebhafte Kommunikation, die sich im Laufe des Abends immer mehr perfektionierte. Für dieses gelungene und überaus abwechslungsreiche Jazzkonzert gab es zu Recht Applaus des Publikums. Mit 85 Abos waren fast nur halb so viele Dauergäste als 2003 bei allen Meisterkonzerten dabei. Allerdings seien die Veranstaltungen durchweg gut besucht gewesen, sagte Sigrid Straub vom Weiler Hauptamt gestern.

Daimler-Bigband in der Wetzlarer Stadthalle

26. Mai 2004 - Wetzlarer Neue Zeitung

Heiße Rhythmen, unter denen die Bühne bebt

Wetzlar. Noch auf dem Heimweg zuckte es in den Gliedern, trommelten die Finger auf das Lenkrad. Auslöser solcher Befindlichkeiten war die Daimler-Big-Band mit ihrem Benefizkonzert in der Wetzlarer Stadthalle zu Gunsten des stationären Hospizes in Mittelhessen.

"Schwibben, wippen, swingen Sie mit", hatte der Vizepräsident des veranstaltenden Lions-Clubs, Bernd-Michael Langer, zu Beginn der Veranstaltung das Publikum aufgefordert. Und die rund 350 Besucher machten davon reichlich Gebrauch. Wohl auch deshalb, weil sie angesichts dieser rasanten Fülle von Rhythmik, Melodik und Klangfülle gar nicht anders konnten. Das zog einfach in Beine und Händer

Die Bühne lebte und bebte und schien geradezu über den Kultstätten des amerikanischen Südens oder dem legendären New Yorker Birland zu schweben. Gute alte Klassiker aus der Swingszene fanden sich im Repertoire. Etwa das unsterbliche "Route 66", das sich - fast wurde es bedauert - erst im Zugabeblock fand, oder "The Healer" und "Shiny Stockings". Dabei spielte die eingängige Rezeptur des Genres eine genauso wichtige Rolle wie die Fähigkeiten einzelner Musiker, den vorgegebenen Stoff mit solistischen Improvisationen anzureichern. Starke Leute zeigten da ihr Können.


Zitat
"Nach dem Abschied von Mitsubishi können wir heute befreit aufspielen."
– Der Gesangsolist der Daimler-Band, Michael Wolf, zur Trennung des Konzerns vom hochverschuldeten japanischen Automobilhersteller.


Etwa der Drummer Uwe Mathes, der meisterhafte Gitarrist Markus Halver, Fred Reinig am Tenorsaxophon, der Trompeter Gerhard Höfer und vor allem Gerhard Nolte am Piano. Auch sonst herrschte Klasse vor. Ein Klangkörper von besonderer Qualität, der sich zusätzlich noch mit zwei Gesangssolisten verstärkte.

Wie etwa das Energiebündel Karin Fitzel ihren Meistertitel "Birdland" abfetzte, das ließ einem schon den Atem stocken. Den männlichen Gesangspart lieferte Michael Wolf, der, stark angelehnt an Frankieboys Gesangsliteratur ("New York"/"The Lady Is A Tramp"), viel Gefühl und Fülle einbrachte. Ganz stark "Just A Gigolo".

Neben dem klassischen Big-Band-Jazz hatte die Daimler-Band unter der Leitung von Jürgen Bothner aber viel mehr zu bieten. Bei ihrem "Groovemaker" mit stakkatogeladenem Tempo schien ein Hochgeschwindigkeitsexpress abzugehen, so viel Dynamik saß dahinter. Dazu kamen auch Stilrichtungen wie Latin, Funk und Rock-Jazz mit Titeln von Count Basie, Neal Hefti oder Sammy Nestico, um nur einige zu nennen. Nicht zu vergessen, dass es sich bei den Musikern um reine Freizeitkünstler handelt, die da sehr selbstbewußt professionelles Terrain belegten.

Zu Beginn hatten Bernd Langer und Schirmherr Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) die Gäste begrüßt. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hospiz Mittelhessen GmbH Wetzlar, Professor Dr. Dieter Heinrich, stellte die neu geschaffene Einrichtung im Spilburg-Park vor.

Swing und Jazz heizten ein

14. März 2004 - Stuttgarter Wochenblatt

Im künftigen Bürgerforum der Schwaben-Galerie gibt es Deftiges vom Büfett

VAIHINGEN - Am Sonntag, 14. März, hat Stuttgart-Marketing im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "Stuttgarter Baustellen-Kultur" zu einem zünftigen Big-Band- Frühschoppen ins künftige Häussler Bürgerforum der Schwaben-Galerie eingeladen. Start war um 11 Uhr. Touristikdirektor Klaus Lindemann begrüßte die zahlreichen Gäste, und den Hausherrn Senator Rudi Häussler, dem er für sein großes Engagement dankte. Die Daimler-Chrysler Big-Band begeisterte mit schwungvoller Jazz- und Swingmusik die Besucher, darunter auch VfB-Präsident Erwin Staudt und Daimler-Chrysler-Vorstand Professor Jürgen Hubbert.

Beste Stimmung

Unter der Leitung von Bandleader Klaus Graf, selbst brillanter Altsaxofonist und Mitglied der SWR Big- Band sowie Professor für Jazz- Saxophon, zauberte die Band beste Stimmung in den fröhlingshaft geschmückten Rohbau. Für den kulinarischen Genuss sorgte ein attraktives Büfett mit Weißwürsten und Maultaschen.

Wer dabei Lust auf mehr Baustellenflair bekommen hat, kann immer samstags an den Baustellen-Rundfahrten oder Bausstellen-Besichtigungen der Stuttgart-Marketing teilnehmen.

Sentimentale Anklänge an die Welt des amerikanischen Traums

5. August 2003 - Wetzlarer Neue Zeitung

Seit vier Jahren gibt es sie, und von Anfang an hat sie sich ganz der Musik der vierziger und fünfziger Jahre verschrieben: Die Daimler-Chrysler-Bigband, deren Mitglieder allesamt bei dem großen Autobauer in Stuttgart arbeiten, setzte einen beeindruckenden Akzent zum Ende der Wetzlarer Festspiele.

Wetzlar. Klaus Graf, musikalischer Leiter und amüsanter Moderator des Abends, hatte seine Band ausgezeichnet im Griff. Da stimmte alles, Sound, Spielfreude und musikalische Qualität. Auch die Auswahl der Stücke war gelungen.

So manchem alten Fan trat ein Tränchen ins Auge, als der brillante Sänger Michael Wolf den "Mister Bojangles" von Sammy Davis intonierte. Immerhin hat eine ganze Generation mit diesen Klängen ihren Traum von Freiheit verbunden. Das sommerliche Wetter tat ein übriges, um eine Atmosphäre zu schaffen, die an die amerikanischen Südstaaten erinnert.

Für ihren außergewöhnlichen Klang bietet die Band von Bassposaune und Baritonsaxophon bis zu den erstklassigen Trompetern einiges auf. Neben den gut bestückten Bläsersätzen verfügt die Daimler-Chrysler-Bigband auch noch über einen außergewöhnlichen Pianisten, einen begnadeten Gitarristen und einen brillanten Kontrabassisten. Komplettiert wird die Rhythmusgruppe von Schlagzeug und Bongos.

Das ganze Ensemble spielte locker und entspannt und das Publikum wurde von Klassikern, wie "Route 66", "I`ve got you under my skin" oder "I`m just a Gigolo" zum Swingen gebracht. Von nordamerikanischen Bigband-Klassikern bis zu lateinamerikanischen Kompositionen von Victor Lopez spannte sich der Bogen, und schon mit den ersten Klängen war der Funke zum Publikum Übergesprungen.

Außergewöhnliches wie ein Bigband Cha-Cha-Cha oder modernerer Salsa versetzten Publikum und Musiker in Schwingung und als nach mehr als zwei Stunden Frank Sinatras "New York - New York" erklang, hätten die Zuschauer offenbar gern noch mehr gehört, die Band ließ sich aber leider nur zu einer Zugabe überreden.

Daimler Bigband auf der Re-Spektra

2. November 2002 - Schwäbische Zeitung

Freunde des Jazz erleben einen ganz besonderen Abend - LAICHINGEN

Einen höchst genüsslichen Abend bescherte die Daimler Bigband den Liebhabern gepflegter Jazzmusik am Freitagabend im Gastrozelt der Re-Spektra. Die rund 400 Zuhörer des Benefizkonzerts wurden mit niveauvoller Musik berühmter Jazzkomponisten belohnt.

Von unserer Mitarbeiterin Sabine Kühnle Dirigent und Leiter der Bigband ist Klaus Graf, selbst preisgekrönter Altsaxophonist und Mitglied mehrerer Bigbands sowie Professor für Jazz-Saxophon an der Hochschule in Nürnberg. Gemeinsam mit dem populären Komponisten Peter Herbolzheimer hatte er im November 1999 die Bigband gegründet, nachdem sich auf die Intranetsuche bei Daimler Chrysler rund 150 interessierte Musiker gemeldet hatten.

Bunt zusammengewürfelt aus allen Abteilungen des Automobilwerkes hatte die etwa 28 Mann starke Band bereits im März des folgenden Jahres ihren ersten Auftritt bei der "Nacht der Museen" in Stuttgart mit grandiosem Erfolg. Seither ist ihr Terminkalender gut gefällt mit Promotion, Events und Konzerten.

Musik verbindet, so auch die Bandmitglieder, die sich aus unterschiedlichsten Arbeitsbereichen und Werksebenen formiert. "Bei uns gibt es keine Hierarchie, sonst könnte nichts wachsen", erklärt ein Saxophonist. Ein anderer lacht: "Der halbe Rhythmus ist mit Doktoren besetzt." Und die Solidarität halte während des Arbeitslebens.

Das Gefühl der Zusammengehörigkeit und das damit verbundene musikalische Pulsieren in einer harmonischen Einheit ging bereits beim ersten Stück auf die Zuhörer über. Gemäßigt und ruhig spielte die Band eine Komposition von Fat Jones. Und bereits zu Beginn glänzten zwei Solisten und boten ein Beispiel der präzisen Beherrschung ihrer Instrumente: an der Trompete Josef Herzog und am Saxophon Andreas Mürdter. Die beiden, wie auch der Gitarrist Dr. Werner Forkel, erster Posaunist Burkhard Hamp und die Tenorsaxophonistin Astrid Weber demonstrierten mehrfach mit solistischen Einlagen ihr Können.

Stimmgewaltig unterstützt wurde die Band gesanglich von Karin Fitzel und Michael Wolf. Die soulig-verjazzte Röhre der Vokalistin und Michael Wolfs stattliche, gefühlvolle Stimme verschafften Stücken, die durch Nat King Cole oder Frank Sinatra Weltruhm erlangten, die fehlende Brise zur Vollkommenheit einer musikalischen Delikatesse.

Lässig verswingt, harmonische Dissonanzen, schräge Akkorde - das zeichnete den Abend im Gastrozelt aus. Kleine Patzer gingen im Rhythmus- und Klangerleben unter oder wurden großzügig überhört. Werke wie Pink Panther, Doing Bassey's thing oder Route 66 machten das Konzert zu einem exzellenten Erlebnis. So durfte die Bigband selbstverständlich nicht ohne Zugabe von der Bühne. Mit langanhaltendem Applaus honorierten die Zuhörer die Leistung der Daimler Bigband.

Jazzvirus Konzert der Daimler-Chrysler-Big-Band

11. Mai 2001 - Stuttgarter Zeitung

Keine zwei Jahre liegt es zurück, dass der Stuttgarter Saxofonist Klaus Graf freudestrahlend verkündete, "beim Daimler'' gebe es "klasse Musiker''. Damals hatten sich rund hundert Angestellte aus Werk und Verwaltung des Konzerns Daimler-Chrysler für eine Big Band angemeldet. Inzwischen verfügt das Unternehmen über zwei Big Bands: die DC Big Band Untertürkheim und das Parallel-Ensemble in Möhringen, das Ed Partyka übernommen hat.

Graf hatte Recht: Die von ihm geleitete Untertürkheimer Formation verfügt tatsächlich über beachtliche Solisten und einen kompakten Ensembleklang. Sei es die Latin-Nummer "Mascarade", sei es der funky Boogaloo-Titel "The Groove Maker" oder der swingende Basie-Klassiker "Shiny Stockings": die Band faszinierte im gut besuchten Laboratorium mit all diesen Jazzvarianten. Etwas mehr Mühe hatte sie mit dem "Kingfish'' aus dem Repertoire Stan Kentons, dessen steifes, festgefügtes Klangbild sie zu sehr zum Swing abdriften ließ. Mit den Tücken der Datenverarbeitung scheinen indessen alle bestens vertraut zu sein. Bob Mintzers "Computer'' wurde zur faszinierenden Glanznummer des Abends. Scharf akzentuierte Riffs und harte Rhythmen behagen der Band. Dass gegen Ende ein Virus auf dem Bildschirm simuliert wurde, der ganze Notenkolonnen zum Absturz brachte, war Musikern wie Zuhörern ein besonderes Vergnügen. - Die Big Band probt wöchentlich und ist offen für weitere Mitglieder. Im Unternehmen ist der Bassposaunist Heiko Nagel der Ansprechpartner.